Dienstag, 17. Januar 2012

Rohstoffe - wie geht es 2012 weiter?

Goldman Sachs rechnet in einer Studie mit einer Rallye bei Kupfer und Öl. Anderer Meinung als die Goldman-Analysten sind die Experten von Morgan Stanley. Sie setzen auf „defensive“ Rohstoffe wie Getreide

Das Wirtschaftswachstum in China und den USA wird nach Ansicht der Experten von Goldman Sachs im laufenden Jahr für eine Erholung der Preise für Gold, Kupfer und Rohöl sorgen. Eine mögliche Rezession in Europa hätte zwar negative Folgen für die Rohstoffpreise, die Auswirkungen würden aber durch die gute Konjunktur in anderen Ländern wettgemacht.

Die Gefahr einer weltweiten Finanzkrise sei geringer geworden. Im Schnitt sollten sich Rohstoffe um 15 Prozent verteuern, glaubt Goldman-Experte Jeffrey Currie. Agrarrohstoffe sollten sich um drei Prozent verteuern.

Im Vorjahr waren die Rohstoffpreise um 2,1 Prozent gestiegen. Doch nun habe sich die Lage für Gold und Kupfer fundamental verbessert, heißt es in der Studie. Nur beim Ölpreis seien die Risiken höher: vieles hänge von politischen Faktoren wie den Spannungen mit dem Iran ab. Anderer Meinung als die Goldman-Analysten sind die Experten von Morgan Stanley. Sie setzen auf „defensive“ (also relativ konjunkturunabhängige) Rohstoffe wie Getreide. Bei Brennstoffen rechnen sie mit sinkenden Preisen.

Anleger, die auf steigende Rohstoffpreise setzen wollen, können das etwa über Fonds tun. Solche handeln mit Futures (Lieferverträgen für den jeweiligen Rohstoff zu einem bestimmten Zeitpunkt). Dabei müssen sie immer wieder Verträge mit kurzer Laufzeit durch solche mit längerer Laufzeit ersetzen. Dadurch entstehen Kosten (Rollverluste), sodass man meist nicht eins zu eins an der Wertentwicklung des Rohstoffs partizipieren kann.

Quelle: gomopa.net

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